Kunst & Kultur
Andy Warhol und die Fotokabine
Wie wiederholte Porträts zum Material für einen Künstler wurden.
Eine Maschine gibt den Bildausschnitt vor; die porträtierte Person sorgt für die Variationen. Bei Warhols Fotokabinenarbeiten wird diese Spannung besonders deutlich: Eine kurze Bildfolge kann zugleich Selbstporträt und Performance sein.
Ein Objekt, das Sie verfolgen können
Das Metropolitan Museum of Art besitzt ein Photobooth-Selbstporträt mit einem Datum von etwa 1963 in Form von zwei Gelatine-Silberstreifen. Das Datum ist ungefähr. Behalten Sie beim Zitieren des Objekts das Wort „ungefähr“ bei, anstatt es stillschweigend durch einen genauen Tag zu ersetzen.
Belege: Sammlungsprotokoll
Von Streifen bis zu Gemälden
Das Andy Warhol Museum beschreibt Hunderte von Porträts und Selbstporträts aus den Jahren 1963 bis 1966, von denen einige für Siebdruckgemälde verwendet wurden. Das Met führt auch Ethel Scull 36 Times als Werk aus Acryl und Siebdruck aus dem Jahr 1963. Ein Ausgangsfoto und ein daraus entstandenes Gemälde sind unterschiedliche Objekte.
Belege: Museumskonto · Sammlungsprotokoll
Schauen Sie sich die Änderungen an
Vergleichen Sie Körperhaltung, Blick, Brille, Mund und den Abstand des Kopfes zum Bildrand. Wiederholung bedeutet nicht Gleichheit: Die Maschine wiederholt ihre Anordnung, während sich die Person verändert. Probieren Sie die Übung mit Ihren eigenen vier Aufnahmen aus, ohne ein Künstlerporträt zu kopieren. Museumsbilder sind nicht automatisch frei verwendbar, nur weil ihr Katalog online einsehbar ist.
Quellen & weiterführende Literatur
Quellen für die spezifischen Fakten und Produktbeschreibungen oben. Unsere ausgearbeiteten Beispiele, Interpretationen und praktischen Vorschläge sind originelle redaktionelle Orientierungshilfen.
- The Metropolitan Museum of Art — Photobooth Self-Portrait, ca. 1963Sammlungsprotokoll
- The Andy Warhol Museum — The New Warhol Photobooth!Museumskonto
- The Metropolitan Museum of Art — Ethel Scull 36 Times, 1963Sammlungsprotokoll